Altersvorsorge-Depot, Riester und Förderung klar gegenüberstellen.
Ab 2027 entsteht eine neue Produktwelt für die geförderte private
Altersvorsorge. Diese Seite ordnet die Varianten ein und zeigt mit
einem Rechner, wie Eigenbeitrag, Zulagen und Renditeannahmen zusammenwirken.
Die wichtigste Frage ist nicht: Depot oder Riester? Sondern: Wie viel
Garantie brauche ich, wie lange ist der Anlagehorizont, und welche Förderung
passt zu meiner Situation?
01
Altersvorsorgedepot ohne Garantie
Chancenorientiert, etwa mit Fonds oder ETFs. Es gibt keine Garantie auf die Wertentwicklung, dafür bleibt mehr Renditechance beim Kunden.
stark bei langem Anlagehorizont
Wertschwankungen aushalten können
mehr Eigenverantwortung bei Auswahl und Risiko
02
Standarddepot Altersvorsorge
Einfachere, gesetzlich standardisierte Depotvariante mit voreingestellter Anlage und Kostenbegrenzung auf maximal 1,0 Prozent Effektivkosten.
für weniger Kapitalmarkterfahrung
automatische Umschichtung vor Rentenbeginn
niedrigschwelliger Einstieg möglich
03
Garantieprodukt 80 oder 100 Prozent
Sicherheitsorientierter Ansatz. Je nach Vertrag stehen zum Start der Auszahlungsphase mindestens 80 oder 100 Prozent der Beiträge zur Verfügung.
mehr Sicherheit, weniger Anlagefreiheit
80 Prozent kann mehr Renditechance eröffnen
100 Prozent für sehr sicherheitsorientierte Kunden
04
Bestehender Riester-Vertrag
Bestehende Verträge können weiterlaufen. Ob alte oder neue Förderung besser passt, hängt stark von Beitrag, Kindern, Einkommen und Vertragsqualität ab.
nicht vorschnell kündigen
Wechselkosten und Garantien prüfen
Förderung alt gegen neu rechnen
Einordnung
Warum es die neue private Altersvorsorge gibt.
Die Reform soll geförderte private Altersvorsorge einfacher, transparenter
und kapitalmarktnäher machen. Wichtig ist dabei: Bestehende Riester-Verträge
werden dadurch nicht automatisch schlecht. Sie müssen gegen neue Möglichkeiten,
Garantien, Kosten, Förderung und Steuerwirkung gerechnet werden.
Förderung
Zulagen sollen stärker am eigenen Beitrag hängen.
Geplant ist eine proportionale Förderung: Wer mehr förderfähigen Eigenbeitrag
einzahlt, bekommt entsprechend mehr staatliche Zulage. Kinder und bestimmte
Lebenssituationen können zusätzlich relevant bleiben.
Auszahlung
Altersvorsorge bleibt Zweckbindung.
Das Geld ist für die spätere Altersversorgung gedacht. Je nach Produkt sind
lebenslange Auszahlung, Auszahlplan, Teilkapital oder Rentenlösung zu prüfen.
Das unterscheidet sich deutlich von einem frei verfügbaren Depot.
Besteuerung
Förderung und Steuer gehören zusammen.
Beiträge, Zulagen, Erträge und spätere Auszahlungen müssen gemeinsam betrachtet
werden. Eine hohe Förderung kann attraktiv sein, wenn Kosten, Anlagehorizont
und spätere Besteuerung dazu passen.
Vererbbarkeit
Flexibilität ist je nach System unterschiedlich.
Riester, neue Altersvorsorgeprodukte und Basisrente folgen unterschiedlichen
Regeln. Besonders die Basisrente ist stark auf lebenslange Rente begrenzt und
deshalb bei Vererbbarkeit und Kapitalzugriff deutlich eingeschränkter.
Thema
Neues Altersvorsorge-Depot
Riester
Basisrente
Ziel
Geförderter Vermögensaufbau für die private Altersvorsorge mit stärkerem Kapitalmarktbezug.
Geförderte private Altersvorsorge mit Zulagen, Garantielogik und späterer Auszahlungsphase.
Steuerlich geförderte lebenslange Basisversorgung, besonders für Selbstständige interessant.
Förderlogik
Geplante Zulage proportional zum Eigenbeitrag; Produktdetails ab 2027 konkret prüfen.
Grundzulage, Kinderzulagen und Sonderausgabenprüfung nach Riester-Regeln.
Beiträge können im Rahmen der gesetzlichen Höchstbeträge steuerlich berücksichtigt werden.
Garantie
Je nach Variante ohne Garantie, als Standarddepot oder mit 80/100 Prozent Garantie.
Oft mit Beitragsgarantie in der alten Produktwelt verbunden.
Produktabhängig; Kern ist die lebenslange Rentenzahlung, nicht flexible Kapitalverfügbarkeit.
Auszahlung
Noch an konkrete Produktbedingungen gebunden; Zweck ist Altersvorsorge, nicht freier Depotzugriff.
Regelmäßig lebenslange Leistung; Teilkapitalauszahlung ist je nach Regelung möglich.
Grundsätzlich monatliche lebenslange Leibrente, Beginn regelmäßig nicht vor 62.
Vererbbarkeit
Voraussichtlich produkt- und förderabhängig; genau im Vertrag prüfen.
Abhängig von Vertrag, Ehepartnerregelung und Förderstatus.
Stark eingeschränkt; nicht klassisch vererbbar, veräußerbar oder kapitalisierbar.
Passt eher für
Menschen mit langem Horizont, Förderberechtigung und Bereitschaft, Chancen und Schwankungen zu verstehen.
Bestehende Riester-Kunden, Familien mit Zulagenvorteil und Fälle mit guter Vertragsqualität.
Selbstständige, Gutverdiener oder Personen mit Fokus auf steuerlich geförderte Basisversorgung.
PDF-Infopaket
Altersvorsorge-Depot, Riester und Basisrente kompakt erklärt.
Das PDF fasst Förderung, Besteuerung, Auszahlung, Vererbbarkeit,
Vorteile, Nachteile und die wichtigsten Prüffragen für den Beratungstermin zusammen.
Stand Juli 2026. Diese Übersicht ist eine technische und fachliche Orientierung,
keine Steuer- oder Rechtsberatung. Gesetzliche Details, Anbieterbedingungen und
persönliche Steuerwirkung müssen im Einzelfall geprüft werden.
Rechner
Förderung und Varianten grob durchrechnen.
Die Werte sind bewusst transparent gehalten. Die neuen Varianten nutzen eine
gemeinsame Kapitalmarktannahme; Garantie, Standardisierung und Sicherheit werden
als vereinfachter Renditeabschlag berücksichtigt.
Auswertung
Wann welche Richtung grundsätzlich näherliegt.
Langer Anlagehorizont, Schwankungen akzeptabel
Depot oder Standarddepot ist fachlich oft zuerst zu prüfen, weil Renditechancen über Jahrzehnte stärker wirken können.
Wenig Kapitalmarkterfahrung
Das Standarddepot kann ein sinnvoller Einstieg sein, weil Voreinstellungen und Umschichtung vor Rentenbeginn vorgesehen sind.
Sehr hohes Sicherheitsbedürfnis
Garantieprodukte bleiben relevant. Der Preis für Sicherheit ist meist weniger Rendite- und Anlagefreiheit.
Bestehender Riester-Vertrag
Erst Vertrag, Zulagenhistorie, Kosten, Garantien und Wechselkosten prüfen. Kündigen ist fast nie der erste Schritt.
Nächster Schritt
Riester, Depot und bAV sauber nebeneinanderlegen.
Wir prüfen mit Ihnen, welche Variante zu Lebensphase, Förderung und Sicherheitsbedarf passt.